Roter Fingerhut, Purpurroter Fingerhut, Digitalis purpurea

Obwohl der Fingerhut stark giftig ist, wird er in ganz Europa häufig in Gärten angepflanzt. Die zweijährige Staude wird bis zu 1,50m hoch und blüht im Juni bis Juli. Im Wald findet man den Roten Fingerhut  vor allem auf sonnigen Lichtungen, gerne im Gebirge.
Volksheilkundlich wurde der Fingerhut schon lange gegen die verschiedensten Beschwerden eingesetzt, z.B. gegen den „bösen Blick“, bei Lungenblutungen oder Rheuma. Im 18. Jahrhundert wurden erste Abhandlungen über die Heilkraft und Giftigkeit der Pflanze verfasst. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit Digitalis behandelt. Erst 1936 gab es allerdings erste Hinweise auf eine Leistungssteigerung des Herzens durch Digitalis.
Als wirksame Substanzen enthält der Fingerhut die Purpureaglykoside A und B. Durch Abspaltung von Traubenzucker setzen diese die herzwirksamen Glykoside Digitoxin und Gitoxin frei.

 Foto: (c) Kappl
 

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